“Anti-Geldwäsche und Anti-Korruption sind zwei Seiten derselben Medaille. Diese allgemeine Regel ist besonders wichtig für den Finanzsektor, der aufgrund der Art des Unternehmens besonders stark von Finanzkriminalität betroffen ist.

Tatsächlich arbeiten diese Institute täglich mit externen Partnern zusammen. Unternehmen, Kunden, NGOs und Organisationen, die Kredite beantragen, sind nur einige Beispiele für diese Interessengruppen.

Daher ist es wichtig, ihren tatsächlichen Besitz zu kennen, um Risiken vorherzusagen und möglicherweise zu vermeiden. Eine verstärkte Sorgfaltspflicht sollte proaktiv durchgeführt werden, wann immer dies angemessen ist (d.h. wenn Zweifel an der Eigentumsverhältnissebestimmter juristischer Personen bestehen).

In diesem Zusammenhang ist die OECD Financial Action Task Force (FATF) der international anerkannte Standard zur Risikominderung, der beispielsweise die Beteiligung des oberen Managements bei verdächtigen Geschäftsvorfällen oder Kunden (z.B. politisch exponierte Personen) vorschlägt.

Ich bestehe auf diesem Punkt, denn oft schaffen Übeltäter Ad-hoc-Rechtspersonen, um die Herkunft illegal erworbener Erträge zu verschleiern. Unter diesem Aspekt macht die Korruption natürlich keinen Unterschied.

Darüber hinaus können juristische Personen auch für andere illegale Zwecke wie die Umgehung von Embargos und Sanktionen eingesetzt werden. Sie könnten unter anderem auch als Vermittler für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung eingesetzt werden.

Es ist jetzt klar, dass “know your client” (KYC) entscheidend ist, aber man kann sich fragen, warum sich dieser Artikel auf Entwicklungsländer konzentriert, da die meisten der oben genannten Sorgfaltspflichten auch für Industrieländer gelten.

Trotz gemeinsamer Überzeugungen und unzähliger Skandale betrifft die Korruption nicht nur den Finanzsektor in den Industrieländern. Dennoch ist das Problem in den Entwicklungsländern schwieriger zu lösen.

 In Entwicklungsländern ist der Finanzsektor möglicherweise nicht ausreichend durch das Justizsystem geschützt.weil die meisten Länder, die mit endemischer Korruption zu kämpfen haben, nicht über eine starke, unabhängige Justiz verfügen.

Das Vertrauen in solide Institutionen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine wirksame Verbrechensbekämpfungaber wie kann ein Hinweisgeber beispielsweise Fehlverhalten melden, wenn die Strafverfolgungsbehörden nicht vertrauenswürdig sind?

Unter diesen Bedingungen ist es wahrscheinlich, dass Finanzinstitute selbst Teil des Teufelskreises werden, der z.B. von korrupten politischen Führern genutzt wird, weshalb die Zentrale ihren Niederlassungen in Entwicklungsländern besondere Aufmerksamkeit schenken sollte, was deutlich macht, dass Fehlverhalten nicht toleriert wird.

Es ist beruhigend zu glauben, dass Strafverfolgungsbehörden und Politiker dazu bestimmt sind, Kriminalität zu bekämpfen, aber als wichtiger Interessenvertreter kann auch die Finanzwelt eine wichtige Rolle spielen, da illegal gewonnene Vermögenswerte gewaschen werden müssen”.

Michele La Neve ist eine viersprachige Anwältin, die sich auf die Beratung ihrer Mandanten in den Bereichen Anti-Korruption und Korruption, Anti-Geldwäsche und Datenschutz spezialisiert hat. Er schult regelmäßig mehrere Organisationen, die in sehr unterschiedlichen Branchen wie Pharma, Maschinenbau und Finanzindustrie tätig sind.

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