Die Finanzdienstleistungsbranche weltweit steht vor der Herausforderung, auf eine zunehmende und sich verändernde regulatorische AML-Landschaft zu reagieren. AML als eigenständige Einheit unter Compliance, zu einer komplexen und viel breiteren Funktion, die sich über viele Einheiten wie Recht, Risiko, Betrieb, Verkauf und Steuern erstreckt.

In Asien, Afrika und dem Nahen Osten sind die Finanzinstitute als erste Verteidigungslinie gegen Geldwäsche stark auf ihre Mitarbeiter angewiesen. Doch nicht nur die Landschaft ist in vielen Ländern vielfältig und fragmentiert, sondern auch der Ansatz zur Ausbildung von Nicht-AML-Mitarbeitern. Regionale Unterschiede in der Durchführung von AML-Schulungen spiegeln den sehr hohen Niveaucharakter der regulatorischen Schulungsangebote wider. Das beste Beispiel für eine globale Reihe von regulatorischen Anforderungen ist die Financial Action Task Force (FATF), die festlegt, dass Unternehmen AML-Schulungen in Übereinstimmung mit ihren nationalen Regierungsanforderungen durchführen sollten.

In Afrika zum Beispiel kann dies eine gewaltige Aufgabe sein, da das Land über drei regionale Gremien (FATF-style regional bodies, FSRBs) verfügt, die die Bemühungen um AML/CFT in Afrika koordinieren. Das sind:
– Anti-Geldwäsche Gruppe Ost- und Südliches Afrika (ESAAMLG)
– Task Force für finanzielle Maßnahmen im Nahen Osten und Nordafrika (MENAFATF)
– Zwischenstaatliche Aktionsgruppe gegen Geldwäsche in Westafrika (GIABA)

Niemand wird leugnen, dass das Frontpersonal stärker der Geldwäsche und Korruption ausgesetzt ist, aber der Grad und die Häufigkeit der Ausbildung variieren stark zwischen den Regionen.

“Online-Trainings werden in Afrika, Asien und dem Nahen Osten neben dem Präsenztraining, das nach wie vor die häufigste Trainingsmethode der Banken ist, zunehmend unterstützt”, sagte Leslie Foster, Managing Director of Governance People.

Laut einer Umfrage (KPMG Global AML-Umfrage) im Jahr 2014 gaben 70% der Befragten aus dem asiatisch-pazifischen Raum an, dass AML-Schulungen für mittlere Bürofunktionen angeboten werden, verglichen mit 90 Prozent der Befragten in Nordamerika. 58 Prozent der Befragten aus dem asiatisch-pazifischen Raum gaben an, dass das interne Auditteam AML-Schulungen erhält, verglichen mit 100 Prozent der Befragten in Mittel- und Südamerika.

Die Zentralbank der VAE und die Monetary Authority of Singapore’s haben von den Banken in ihrer Gerichtsbarkeit verlangt, ein Schulungsprogramm einzuführen, um den Mitarbeitern beizubringen, wie sie angemessene Aufzeichnungen führen und verdächtige Transaktionen identifizieren, aufdecken und melden können, um Geldwäsche zu verhindern. Das ist sehr sinnvoll, denn 74% der Banken verlassen sich auf eine fleißige Belegschaft als wichtige Verteidigungslinie gegen Geldwäsche.

Atsu Agbemabiase, Partner bei A&A Consulting Limited, erwähnte, dass “die AML-Bemühungen in Ghana und in Afrika hauptsächlich auf menschliches Personal oder Mitarbeiter von Banken und Finanzinstituten und nicht auf Technologie angewiesen sind. Dies gilt als der effektivste Weg, um die Bedrohung zu bekämpfen”.

Ein wesentliches Problem bei AML/CFT in Afrika sind die Kosten, die durch AML/CFT-Schulungsmaßnahmen entstehen. Diese sind für die Institutionen, die die ärmsten Bevölkerungsgruppen bedienen, wie Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften und ländliche/landwirtschaftliche Banken, besonders schwer zu tragen und können daher die Entwicklung des Finanzsektors beeinträchtigen.

Leslie fuhr fort, dass “ein umfassendes Mitarbeitertraining ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg eines AML-Programms und eine klare regulatorische Erwartung in den meisten Regionen ist. Ein E-Learning-Ansatz stellt sicher, dass alle das gleiche Training haben und Sie die Sicherheit haben, dass die Leute das Material am Ende des Kurstests verstehen.”

Paul Hamilton

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